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Sonderbeilagen

20. November 2017 | 13:51 Uhr

:chancen :wege :perspektiven

Berufe mit Herz und guter Perspektive

DER AUSBILDUNGSRATGEBER FÜR DEN NORDEN

Mit Menschen arbeiten, ihnen helfen, sie pflegen und betreuen – das sind die Aufgaben in sozialen Berufen. Um in diesem Berufsfeld arbeiten zu können, muss man einiges mitbringen: Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen und Akzeptanz.

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FOTO: MARTIN SCHUTT
Auf dem Markt herrscht eine große Nachfrage. Ob Altenpfleger oder Erzieher – soziale Berufe sind gefragt. Deshalb bieten sie gute Zukunftschancen.

Immer mehr Jugendliche entscheiden sich für einen sozialen Beruf, in dem sie mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten, ihnen helfen, sie pflegen oder betreuen. „Auf dem Markt herrscht eine große Nachfrage. Besonders gesucht werden Altenpfleger und Erzieher“, sagt Berufsberaterin Karin Krüger.

Etwa 80 Prozent aller Auszubildenden, die einen sozialen bzw. einen medizinischen Beruf erlernen, sind in einem der folgendenzehnBerufetätig: Gesundheits-undKrankenpfleger,Altenpfleger, Erzieher, Physiotherapeut, Sozialassistent, Heilerziehungspfleger, Sozialarbeiter, Kinderpfleger, Sozialhelfer und Ergotherapeut. Aber in eben diesem sozialen Beruf kann nicht jeder arbeiten. „Man sollte sich diesen Schritt gut überlegen“, so Karin Krüger.

VORAUSSETZUNGEN
Mitbringen muss man so einiges: „Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen, Akzeptanz – natürlich sind auch gute Umgangsformen und Deutschkenntnisse wichtig“, erklärt Karin Krüger. Denn gerade in sozialen Berufen müsse man jede Menge dokumentieren und aufschreiben. „Um bei der Bewerbung eine reelle Chancezuhaben,solltendieSchulabgängerindenFächern Deutsch und Mathe und in den Naturwissenschaften nicht schlechter als Drei sein“, so Karin Krüger.

AUSBILDUNGSWEGE
Es gibt zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man einen sozialen Beruf über eine schulische Ausbildung erlernen. Zum anderen über den klassischen dualen Weg. „Es gibtleidernichtvieleUnternehmendieindiesenBereichen ausbilden, oftmals geht der Weg über die schulische Ausbildung“, erläutert Karin Krüger.

ZUKUNFT
Der große Vorteil einer dualen Ausbildung ist natürlich der Lohn, den jeder Auszubildende von Anfang an erhält. Dieses Gehalt kann von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich sein. „Nicht nur das Geld ist wichtig – die Bewerber sollten sich darüber im klaren sein, dass sie oft auch an Wochenenden und an Feiertagen arbeiten müssen. Auch Schichtdienst fällt an. Für den Moment ist es oft okay, kommt dann aber die eigene Familienplanung dazu, wird es schwer. Kann man das immer? Das sollte man sich vorher genau überlegen“, gibt die Berufsberaterin zu bedenken.
Annegret Behncke
Was bedeutet eigentlich „sozial?“

Wörtlich übersetzt ist es ein Synonym zu gesellschaftlich und wird im heutigen Sprachgebrauch als gemeinnützig, hilfsbereit und barmherzig verwendet.

Mehr als Kindergärtner

Der soziale Bereich? Der ist doch nur für Mädels interessant, die Kindergärtnerin werden wollen. Fehlanzeige. Denn das Berufsfeld ist sehr umfassend und bietet zahlreiche interessante Jobs. Dazu gehören Berufe aus Erziehung und Sozialpädagogik, Pflegeberufe, medizinische Berufe und therapeutische Berufe.

Altenpfleger, Diätassistent, Ergotherapeut, Erzieher, Notfallsanitäter oder Sozialarbeiter sind nur einige bekannte Beispiele aus dem sozialen Bereich.

Daneben gibt es auch noch weniger bekannte Berufsbilder. Hast du zum Beispiel schon mal von einer Kauffrau bzw. einem Kaufmann im Gesundheitswesen gehört? Hier werden kaufmännische und soziale Tätigkeiten miteinander verbunden. Arbeitsort könnte zum Beispiel ein Altenheim sein, in dem man einerseits für die Verwaltung verantwortlich ist, andererseits auch mit den Bewohnern arbeitet.

Auch Familienpfleger ist ein anerkannter sozialer Job. Nach der schulischen Ausbildung wird man in Familien eingesetzt, um diese zum Beispiel im Krankheitsfall der Mutter zu unterstützen. Auch Tanz- oder Reitpädagogen sind Berufe aus diesem Bereich. Hier wird meist ein (Aufbau-)Studium absolviert, um die nötigen Qualifikationen zu erhalten.

Du siehst – die Branche ist sehr vielfältig. Mehr Infos zu Berufen im sozialen Bereich gibt es z.B. unter www.soziale-berufe.com (Webseite der Diakonie) oder auch im Berufenet der Arbeitsagentur (www.berufenet. arbeitsagentur.de). Eine Stellenbörse für soziale Berufe gibt es etwa unter www.sozialeberufe.de.


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