zur Navigation springen

Sonderbeilagen

22. September 2017 | 01:46 Uhr

:chancen :wege :perspektiven

Vom Super-Azubi und guten Startbedingungen

DER AUSBILDUNGSRATGEBER FÜR DEN NORDEN

Im NORDfrische Center von Edeka in die Lebensmittelbranche einsteigen

Image №1
Kim Kühl durfte als Azubi des Monats den Mini-Cooper fahren. FOTO: PRIVAT
Wer einen Ausbildungsplatz in der Region sucht, hat gute Chancen, diesen auch zu finden. Schon mal an die Lebensmittelbranche gedacht? Im NORDfrische Center von Edeka in Lüttow-Valluhn lernen zurzeit 16 junge Leute in den unterschiedlichsten Ausbildungsberufen. Gesucht werden zum Beispiel künftige Fleischer, Lebensmitteltechniker, Berufskraftfahrer oder Informatikkaufleute. Aber auch andere Berufe können hier gelernt werden.

Über 420 feste Mitarbeiter sind in dem Großbetrieb im Gewerbegebiet Lüttow- Valluhn beschäftigt. Manchmal arbeiten sogar zwei Generationen einer Familie im Betrieb.

Wer hier arbeitet, benötigt über kurz oder lang einen Führerschein, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, denn das Gewerbegebiet ist nur schlecht an den Nahverkehr angebunden. „Das ist aber auch schon der einzige Wermutstropfen.“ erzählt Ausbildungsleiter Mathias-Michael Peter geradeheraus. Für die jungen Kollegen wird hier nämlich eine ganze Menge getan. Das reicht von der Unterstützung bei der Wohnungssuche über die verschiedensten Sozialleistungen. Einmal im Monat werden besondere Leistungen in der Ausbildung besonders honoriert. So gibt es hier den Azubi des Monats, der für vier Wochen einen Mini Cooper plus Tankgutschein zur Verfügung gestellt bekommt. Mit diesem darf dann natürlich nicht nur zur Arbeit gefahren sondern am Wochenende z.B. auch zur Disco gedüst werden.

Kim Kühl hat diesen Titel schon ein paar Mal errungen. Die künftige Kauffrau für Marketingkommunikation bringt das mit, was sich jeder Ausbilder wünscht: Ehrgeiz, Fleiß und Eigeninitiative. Bereits im ersten Ausbildungsjahr ist es ihr gelungen, in den Endausscheid um den „Mega- Azubi“ des Konzerns zu gelangen.

Dass diese Leistungen nicht jeder schafft, weiß ihr Ausbildungsleiter aus Erfahrungen. Für manchen sei es schon schwer, pünktlich an der Maschine zu stehen oder sein Berichtsheft zu schreiben. Damit die Berufseinsteiger einen guten Einblick in die Branche bekommen, organisiert er zweimal im Jahr Exkursionen in andere Betriebe der Lebensmittelbranche. Im Frühjahr sollen die Hela Gewürzwerke in Ahrensburg besichtigt werden. Besuche im Schlachthof oder im Biopark standen bereits auf dem Programm.

Um herauszubekommen, ob die Lebensmittelbranche etwas für euch ist, empfiehlt Mathias-Michael Peter, auf jeden Fall ein Praktikum im Betrieb zu absolvieren. Effektiv für Firma und potenziellen Bewerber findet er Messen, bei denen Termine abgesprochen werden. In den nächsten Monaten wird er seine Firma mehrmals, u. a. auf der „nordjob“ vorstellen. Hier ist Neugierde gefragt! Und wer ganz mutig ist, spricht einfach mal den Azubi des Monats an, wenn er ihn im Mini Cooper entdeckt.

Kim Kühl hat die Firma übrigens über ein Stellenportal im Internet gefunden und hat sich sofort über dieses informiert. Sie findet es toll, hier so viel Wertschätzung zu bekommen und hat nebenbei ihre Liebe zum Fleisch und zum Kochen entdeckt. Demnächst stehen Zwischenprüfungen an. Wenn Kim weiter macht, wie bisher, wird sie ihre Ausbildungszeit verkürzen können und hat gute Karrierechancen im Konzern.
Heidrun Lohse

BERUFSBILD

Planen, steuern, kontrollieren
Image №3
Patricia-Julia Pawlak wird Industriekauffrau FOTO: GABBERT
Planen. Steuern. Kontrollieren. „Das habe ich schon immer gern gemacht“, sagt Patricia-Julia Pawlak. Die 26-Jährige beschreibt sich als „kleine Organisationskönigin“. Und dieses Talent lebt sie in ihrem Beruf aus. Seit zwei Jahren macht Pawlak eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Deutschen Bahn. Was einige möglicherweise für einen trockenen Job halten, ist Pawlaks Traumberuf.

Der Industriekaufmann ist einer der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe in Deutschland. Mit 18 951 Neuanfängern im Jahr 2013 liegt er laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf Platz fünf. „Das liegt auch daran, dass die Fachleute in vielen Branchen im Einsatz sind“, sagt Gabriele Jordanski, Expertin für das Thema beim BIBB. Sie sind in der Automobilbranche genauso zu finden wie in der Lebensmittelindustrie oder der Metallverarbeitung.

Dabei übernehmen sie eine Vielzahl von Aufgaben. Sie kümmern sich um den Wareneinkauf. Sie holen zum Beispiel Angebote ein, machen die Bestellungen, wickeln die Lieferung ab und sorgen dafür, dass die Lager gefüllt sind.

Jugendliche sollten sich klarmachen, dass sie in dem Job häufig viel Verantwortung tragen. Industriekaufleute sind eine Art Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen und halten viele Fäden in der Hand, sagt Jordanski. „Man muss ganz schön viel im Blick haben und mit verschiedenen Abteilungen kommunizieren.“

Wer die dreijährige Ausbildung zum Industriekaufmann machen will, braucht keinen bestimmten Schulabschluss.

Personaler achten bei den Zeugnissen allerdings auf gute Noten in Mathe, Deutsch und, wenn es das Fach an der Schule gab, in Wirtschaft.

Anzeige
Schmitz Cargobull Mecklenburg GmbH & Co. KG
Brüggen Fahrzeugwerk & Service GmbH