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Sonderbeilagen

20. November 2017 | 13:51 Uhr

:chancen :wege :perspektiven

Bewerbung mit Starqualitäten

DER AUSBILDUNGSRATGEBER FÜR DEN NORDEN 

Auf Rechtschreibung, Sauberkeit und Vollständigkeit achten – Karin Krüger von der Agentur für Arbeit gibt Bewerbungstipps 

Image №1
Du willst einen Ausbildungsplatz in deinem Traumberuf ergattern? Dann bereite dich frühzeitig vor. Suche nach Lehrstellen oder nach der geeigneten schulischen Ausbildung. Und vergiss nie: Der erste Eindruck ist der wichtigste, besonders bei einer Bewerbung. Bereits der allererste Eindruck eines Personalchefs entscheidet oftmals über Annahme oder Scheitern. Denn nur 30 bis 40 Sekunden reichen, um auf dem Stapel der ausgemusterten Bewerbungen zu landen. Länger haben Personalchefs – vor allem in größeren Unternehmen-kaum Zeit, um eine erste Entscheidung zu fällen. Und die erfolgt häufig bereits anhand des Anschreibens. Wenn es zu viele Formfehler aufweist, kommt man gar nicht erst über die erste Runde hinaus. Karin Krüger von der Agentur für Arbeit in Schwerin, rät diese Fehler zu vermeiden:

Fehler im Anschreiben

Gleich oben auf einer Bewerbung liegt das Anschreiben. Nur, wer hier einen makellosen Eindruck von sich hinterlässt, kommt eine Runde weiter. Deshalb sind beispielsweise Schreibfehler im Namen der Firma, ihrer Rechtsform oder des Ansprechpartners unverzeihlich.

Schließlich lassen solche Tabus bereits Schlüsse auf die gesamte Bewerbung zu. Übrigens: Das Anschreiben nicht einheften. Üblicherweise liegt es nur lose auf der Bewerbungsmappe.

Gegenlesen lassen

Bitte keine Rechtschreibfehler: Besonders bei Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz stöhnen Personalchefs heute über geradezu abenteuerliche und viele Rechtschreibfehler. Fatal. Schließlich deuten Orthographiefehler entweder auf Oberflächlichkeit oder auf mangelnde Deutschkenntnisse hin. Wer sich unsicher ist, sollte daher seine gesamte Bewerbung entweder von einem kompetenten Personen gegenlesen lassen und/oder ein Rechtschreibprogramm nutzen.

Zu langes Anschreiben

Ohne Fleiß kein Preis? Für das Anschreiben gilt dies ausnahmsweise mal nicht. Sorgfalt in Form und Inhalt ja, aber nicht hier schon den halben Lebenslauf schildern. An dieser Stelle bitte sachlich korrekt nur auf die ausgeschriebene Stelle beziehen.

Das geht gar nicht

Die Unsitte mit den Klarsichthüllen: Was vor einigen Jahren mal als schick galt, kommt heute überhaupt nicht mehr gut an. Die Unsitte nämlich, alle Einzelblätter einer Bewerbung in Klarsichtfolien einzulegen. Die Sichtung der Bewerbung wird dadurch unnötig kompliziert und ist daher inzwischen verpönt.

Unharmonischer Gesamteindruck: Wer einen ansprechenden Gesamteindruck erzielen möchte, sollte für sämtliche Text-Bestandteile seiner Bewerbung nur eine einzige Formatierung sowie Schriftart wählen. Ein absolutes „No-Go“ sind unterschiedliche Zeilenabstände, Absatzeinzüge, Schriftgrößen und Schriftarten.

Übrigens

Bitte unbedingt eine klare Schriftart wie Arial oder Cambria wählen. Layout-Fallen: Wer sich in seiner Bewerbung durch eine individuelle Gestaltung von anderen abheben möchte, sollte dabei nur zurückhaltend vorgehen. Außerdem muss dieses Layout dann auch in der kompletten Bewerbung durchgehalten werden. Sonst kommt der Verdacht der Sammelverschickung auf.

Bewerbungsmappe

Auf keinen Fall eine grelle Farbe wie Rot oder Gelb wählen. Nur neutrale Töne wie Grau oder Dunkelblau kommen gut an. Bitte auch nicht zu aufwendigen (teuren) Mappen greifen. Sie sind viel zu unpraktisch für den Leser.

Wichtiger Hinweis: Die Zweitverwendung von zurückgeschickten Mappen geht gar nicht.

Makellos

Die Praxis belegt, dass leider auch dieser Hinweis wichtig ist: Achte unbedingt auf Makellosigkeit der Unterlagen. Dazu gehören ein einheitliches, hochwertiges und linienfreies Papier für alle Texte sowie generell knitter- und fleckenfreie Blätter. Eselsohren, Kaffee- oder Fettflecke können eine ansonsten gelungene Bewerbung schnell ruinieren. Auch sichtbare Korrekturen auf den Blättern unbedingt vermeiden. Und vor dem Abschicken die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen. Dazu gehören Anschreiben, Foto (nicht zwingend, aber gern gesehen), Lebenslauf und Zeugnisse. Bitte das Anschreiben und den Lebenslauf persönlich unterschreiben. Und im Briefkopf die persönliche Telefonnummer und Email-Adresse angeben.
Annegret Behncke

Bilder sagen mehr als tausend Worte...

Schnell den Schnappschuss aus dem letzten Urlaub beilegen – und fertig ist die Bewerbungsmappe! Fehlanzeige. Denn Partyfotos oder Urlaubsbilder sind ein absolutes „No-Go “ in einer Bewerbung. Bewerber sollten stattdessen großen Wert auf gute Bilder legen. Das Geld ist in einen professionellen Fotografen gut angelegt. Aber auch, wer sich für ein Home-Shooting entscheidet, sollte einiges beachten, um mit seinem Foto zu punkten:

Auf einem Bewerbungsfoto kann sich ein Jobanwärter genauso zeigen, wie er ist – oder sein will. Trotzdem sollte das Outfit zum Dresscode des Jobs passen, auf den man sich bewirbt.

Dezente Kleidung, leichtes Make-up und gepflegtes Aussehen punkten. Stattdessen haben auffälliger Schmuck, Basecaps, zentimeterdicke Schminke, Piercings oder Tattoos beim Bewerbungsfoto nichts zu suchen.

Der Hintergrund sollte neutral sein. Außerdem sind Bewerbungsfotos normalerweise Portraitaufnahmen – auf Ganzkörperfotos verzichten.

Lächeln und Blickkontakt zum Betrachter: Das wirkt offen und sympathisch.

Das Foto nie mit einer Büroklammer, sondern mit einem Klebestift befestigen.
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