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Sonderbeilagen

20. November 2017 | 13:51 Uhr

:chancen :wege :perspektiven

Richtig vorsprechen 

DER AUSBILDUNGSRATGEBER FÜR DEN NORDEN 

Mit diesen Tipps gehst du gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch

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Vorbereitung ist das A und O: Vor dem Gespräch sollten Bewerber noch einmal ihre Unterlagen lesen. FOTO: ARCHIV


Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen hat, darf sich freuen. Die schriftliche Bewerbung hat offenbar einen guten Eindruck gemacht. Der Bewerber ist dem Ausbildungsplatz schon ein gutes Stück näher. Nun gilt es, auch im Gespräch zu überzeugen. Diese Tipps können dabei helfen:

SCHRITT 1
INFORMATIONEN SAMMELN:

Vor dem Vorstellungsgespräch ist eine gute Recherche über das Unternehmen Pflicht. In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? Was wird produziert? Wie viele Mitarbeiter gibt es? Antworten auf diese Fragen sollte der Bewerber parat haben. Und auch ein paar Fakten zur Unternehmensgeschichte – damit kann man im Gespräch punkten.

SCHRITT 2
SELBSTVORSTELLUNG ÜBEN:

Vorstellungsgespräche beginnen häufig ähnlich. Bewerber werden am Anfang gebeten, etwas über sich zu erzählen. Schulabgänger sollten ihren Lebenslauf flüssig referieren können. Statt alle Details zu erzählen, ist es besser, sich auf Wesentliches zu beschränken.

SCHRITT 3
AUF STANDARDFRAGEN VORBEREITEN:

Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Was wissen Sie über Ihren Ausbildungsberuf? Manche Fragen kommen immer wieder vor und sind regelrechte Klassiker. Was Schulabgänger auf sie antworten wollen, sollten sie sich vorab gut überlegen.

SCHRITT 4
DER OUTFIT-CHECK:

Ob ein Jugendlicher zur Firma passt, entscheidet sich nicht zuletzt auch am Erscheinungsbild. Die Kunst ist, beim Vorstellungsgespräch einen Kleidungsstil zu wählen, der zum Ausbildungsberuf passt. Eine zukünftige Bankkauffrau sollte nicht in Jeans kommen. Ein Maler muss hingegen nicht unbedingt einen Anzug tragen. Allerdings ist eine gepflegte Erscheinung in jedem Fall wichtig. Die Kleidung sollte sauber und knitterfrei sein. Tattoos sollte man verdecken und Piercings an sichtbaren Stellen für das Gespräch lieber rausmachen.

SCHRITT 5
EINLADUNG NICHT VERGESSEN:

Mit leeren Händen gehen Bewerber besser nicht zum Vorstellungsgespräch. Mitzubringen sind das Einladungsschreiben, eventuell noch einmal die Bewerbung sowie eine Liste mit persönlichen Fragen.

SCHRITT 6
PÜNKTLICH SEIN:

Wer zu spät kommt, fällt negativ auf. Ideal ist, ein paar Minuten zu früh zu kommen. Wer sehr aufgeregt ist, kann dann eine Entspannungsübung machen. Drei Sekunden einatmen, drei Sekunden halten und sechs Sekunden ausatmen. Das beruhigt den Körper.

SCHRITT 7
DEN SMALL TALK MEISTERN:

In den ersten Minuten ist Small Talk angesagt. Typischerweise werden Jugendliche zum Beispiel gefragt, wie die Hinfahrt war. Nun lautet die Devise, bloß nicht jammern. Egal, wie umständlich der Weg war – es hat bestens funktioniert.

SCHRITT 8
NACHFRAGEN STELLEN:

Nach dem Small Talk wird es ernst. Der Gesprächsführer sagt etwas zum Unternehmen, er will vom Bewerber ein paar Sätze zu dessen Person hören und befragt ihn. Im Anschluss werden Jugendliche oft aufgefordert, selbst Fragen zu stellen. Mögliche Fragen sind etwa, welcher Mitarbeiter Ansprechpartner für Azubis ist und wie die Chancen stehen, nach der Lehre übernommen zu werden.

SCHRITT 9
ZUM SCHLUSS EIN DANKE:

Geht das Gespräch dem Ende entgegen, dürfen Bewerber nachfragen, bis wann eine Entscheidung getroffen wird. Anschließend sollten sie sich für die Einladung bedanken. Das ist höflich und hinterlässt einen positiven Eindruck.

UMGANGSFORMEN

Mit guten Manieren punkten

Gute Umgangsformen sind ein Muss im Bewerbungsgespräch. Daher den Händedruck deines Gegenüber immer fest erwidern. Wichtig: Dabei auch in die Augen schauen. Du musst dich unbedingt für die Einladung bedanken. Dann aber nicht einfach hinsetzen, sondern warten bis dich jemand aufgefordert und erst nachdem dein Gegenüber Platz genommen hat.

Wenn du unsicher und aufgeregt bist, ist das gar nicht schlimm. Lächle es einfach weg. Ein Lächeln kann nämlich jede Situation entspannen. Achte auf deine Haltung: Sitze unbedingt gerade, aufrecht und ruhig auf dem Stuhl. Antworte auf die Fragen präzise und ohne zu schwafeln. Sei die ganze Zeit über freundlich, zugewandt und aufmerksam. ABEH

ROLLENSPIEL

Einmal Personaler spielen

Jugendliche kommen im Bewerbungsgespräch oft besser zurecht, wenn sie vorher mal in die Personalerrolle geschlüpft sind. Worauf kommt es dem eigentlich an? Ein neues Onlinespiel des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bietet Schülern diese Möglichkeit.

Unter www.qualiboxx.de/wws/bewerbungstraining.php stellen sich dem Nutzer verschiedene fiktive Bewerber vor.

IM NOTFALL

Plan B wenn es nicht klappt

Für den Notfall immer einen Plan B parat haben, rät Berufsberaterin Karin Krüger von der Agentur für Arbeit. „Wenn es mit der Ausbildung nicht gleich klappt – nicht verzagen. Einfach den eigenen Horizont erweitern und über einen ähnlichen Beruf nachdenken.“ Wer dennoch keinen Ausbildungsplatz findet, kann über einen anderen Weg nachdenken: das Abitur nachholen, ein Fachgymnasium besuchen, ein Praktikum machen oder einen Freiwilligen Dienst absolvieren.
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