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Sonderbeilagen

22. September 2017 | 01:46 Uhr

:chancen :wege :perspektiven

Alles dreht sich um Ton

DER AUSBILDUNGSRATGEBER FÜR DEN NORDEN 

Anna Scharping lernt in einer Töpferei in Bernitt in der Nähe von Bützow 

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Anna Scharping lässt sich zur Keramikerin ausbilden. FOTO: SABINE HERFORTH
Behutsam formt Anna Scharping (20) aus einem Klumpen Ton eine Schale, später wird daraus vielleicht eine Tasse oder eine Kanne. Die junge Frau lässt sich in der Werkstatt von Rainer Finck in Bernitt zur Keramikerin ausbilden. Ganz selbstverständlich ist dieser Ausbildungsweg für die 20-Jährige nicht. Erst durch ihr freiwilliges soziales Jahr in der Jugendkunstschule in Greifswald wurde sie an Keramik herangeführt. Dadurch reifte der Wunsch, dauerhaft mit dem Material zu arbeiten. Um ihrer Wunschausbildung näher zu kommen, machte sie zunächst ein Praktikum in einer Töpferei.

Danach stellte Anna sich bei Keramikermeister Rainer Finck vor. Mittlerweile lernt sie nun schon im zweiten Jahr bei ihm und fertigt routiniert Tassen, Kannen, Tontöpfe oder andere Gebrauchskeramik.

„Im Frühjahr und Sommer bin ich komplett im Betrieb“, erklärt Anna Scharping. Dann geht es gemeinsam mit Rainer Finck auf Kunsthandwerkmärkte in der Region. „Das gefällt mir gut an der Ausbildung“, so Anna. Auf den Märkten sucht sie gern den direkten Kontakt zu Kunden.

In der Werkstatt ist es dagegen oft ruhig. „Man kann gut dabei nachdenken.“ Die praktische Arbeit ist ein Kontrast. Die Mehrzahl der Arbeiten des Bernitter Betriebs entstehen an der Drehscheibe, wo Kraft aber auch Fingerspitzengefühl gefragt sind. „Das ist etwas sehr Befriedigendes. Ton ist ein tolles Material. Ich mag es, dreidimensional zu arbeiten.“

In regelmäßigen Abständen geht es für die 20-Jährige in die Berufschule Heider, wo dann die Theorie rund um den Ton im Vordergrund steht. Viel Mathe und Chemie, aber auch Geschichte wird hier gelehrt. Dass sie so viel rechnen würde müssen, hätte die Auszubildende gerne vorher gewusst. Informationen rund um den Beruf und die Ausbildung sind im Vorfeld schwer zu bekommen. „Man muss schon relativ genau wissen, dass man das machen will“, betont sie. Nach ihrer Ausbildung möchte Anna Scharping Kunst studieren und einen Weg einschlagen, der Kunst und Handwerk sinnvoll verbindet.
Sabine Herforth

Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
Steckbrief „Keramiker“

• dreijährige duale Ausbildung
• anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk
• überwiegend werden in der Praxis Auszubildende mit Hochschulreife eingestellt

Anforderungen: Handwerkliches Geschick, gute Auge-Hand-Koordination, Kreativität und Sinn für Ästhetik und Sorgfalt
Schulfächer: Werken/Technik, Kunst, Mathematik und Chemie

AB 29. FEBRUAR

„Learn about skills“

Was sind meine Stärken? Welcher Job passt zu mir? Und wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor? – Diese und andere Fragen können Siebt- und Achtklässler bei „Learn about skills - Berufswahlparcours“ erkunden. Im Vordergrund des Erlebnisparcours steht das eigene Entdecken von Stärken.

Nach erfolgreichen Workshops unter anderem in Schwerin und Güstrow kommt das Projekt jetzt auch nach Rostock. Vom 29. Februar bis 4. März macht der Parcours hier Station. Das Projekt wird vom Land MV und der Bundesagentur für Arbeit finanziert

5. MÄRZ

Tag der Ausbildung

42 Unternehmen verschiedener Branchen in Rostock, Stralsund und von Rügen werden am 5. März von 10 bis 14 Uhr Schüler über ihre Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Der Tag der Ausbildung findet in den Unternehmen statt und wird von der IHK zu Rostock organisiert.

Acht Betriebe sind erstmals dabei – aus Rostock die GV Nordost Verwaltungsgesellschaft, das Hotel Sportforum, die Spedition Heinrich Gustke, Restaurant Stilbruch, die Systemgastronomie Vapiano, die Wellmann Verwaltungs GmbH (Mc Donalds).
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