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Sonderbeilagen

22. September 2017 | 01:46 Uhr

Zum Glück

Zum Glück gibt es Musik und Yoga

Christiane Trost und ihre beiden verlässlichen Begleiter

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Am Didgeridoo auf der Yoga-Matte. Musik und Yoga können sich bestens ergänzen. FOTO: PRIVAT
Zwischen Musizieren und Yoga gibt es eine verlässliche Gemeinsamkeit, beides macht glücklich.

Christiane Trost ist Klavierlehrerin, Musiktherapeutin und ausgebildete Yogalehrerin. Sie erklärt, was dabei passiert:„Durch das Fokussieren auf das Musizieren oder Yoga-Bewegungen werden hirnphysiologische Effekte ausgelöst. Das Gehirn wird angeregt und aktiviert. Dadurch werden Endorphine und Hormone ausgeschüttet. Es entsteht eine Wellengleichheit im Gehirn. Durch diese kommt es zur Entspannung im Körper. Alle Gehirnregionen des Musizierenden werden erfasst, es bleibt kein Platz für andere Gedanken.“

Beim Yoga sei das noch einmal etwas anderes, erklärt die Lehrerin. Auch hier geht der Übende in Fokussierung und höchste Konzentration. Die körperlichen Prozesse laufen jedoch zeitgleich ab.

Musik und Yoga begleiten Christiane Trost und ihre beiden verlässlichen Begleiter Christiane Trost ihr Leben lang. Aufgewachsen in Wismar kam sie durch ihre Eltern erstmals damit in Berührung.

Als 14-jährige kommt sie an die Erweiterte Oberschule in Schwerin. Sie leidet unter dem Internatsleben, erlebt aber immer wieder ein miteinander Verschmelzen beim Chorsingen oder Musizieren. „Politische Diskrepanzen, kulturelle Spannungen, persönliche Unterschiede oder zwischenmenschliche Grenzen hoben sich dabei auf.“,erzählt die heute 46-jährige.

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Christiane Trost
FOTO: LOHSE
In Rostock beginnt sie ein Musikstudium mit Ausrichtung auf das Lehramt, bricht dieses kurz vor dem Ende ab, weil sie merkt, dass sie nicht als Lehrerin vor Schulklassen stehen will. Die Wende kommt und sie reist mit ihrem Freund ein Jahr durch Europa, jobt als Gärtnerin, auf dem Bau, trampt tausende Kilometer über den Kontinent. Das Jahr gibt ihr den Glauben an ihre Fähigkeiten zurück. Sie beginnt ein zweites Studium der Musik- und Literaturwissenschaft, schließt dieses ab und weiß nach einem halben Jahr wissenschaftlichen Arbeitens, dass auch das nicht ihre endgültige Berufung sein wird.

Eine schwere Erkrankung zwingt sie in dieser Zeit erneut innezuhalten. Wieder reist sie. Dieses Mal durch Asien, verliert ihr Herz an Indien, das Mutterland des Yogas. Sie lernt Menschen kennen, die trotz materieller Armut Glück und Ruhe ausstrahlen. Zurückgekehrt nach Deutschland, arbeitet sie als Klavierlehrerin, gibt Konzerte und beginnt ein Fernstudium für Kirchenmusik. Parallel schließt sie eine weitere Ausbildung als Musiktherapeutin ab.

Beim Yoga wird sie von der Lernenden zur Lehrenden. Ihr langjähriger Trainer gibt ihr den Anstoß, das Gelernte weiter zu geben. Er macht ihr Mut für eine weitere Ausbildung: Dieses Mal zur Yoga-Lehrerin.

Im vergangenen Jahr konnte sie 15 Jahre Selbständigkeit feiern. Als Künstlerin,Klavierpädagogin, Yogalehrerin und Musiktherapeutin. Musik und Yoga haben Christiane Trost durch Täler und Höhepunkte ihres Lebens begleitet. Sie öffnen ihr Herz und bringen sie zum Schwingen.

Heidrun Lohse
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